22.8.11

Keine Wertarbeit – nirgends (643)

Die Partei der skrupellosen Deppen und depperten Skrupellosen hat ein neues Wort kreiert: Lebensstil-Intoleranz – so heißt jetzt jegliche Skepsis gegen das eklige Geprotze der FDP-Klientel, und zwar insbesondere dann, wenn deren Luxuskarren brennen. 

Womit eine neue Phase im Konsumklassen-Kampf eingeleitet wäre: Die Unterschicht möge doch, bittesehr, klaglos akzeptieren, dass es nun einmal auch Profiteure der Murkswirtschaft nebst wirtschaftsliberaler (De-)Regulierung gibt.

Akzeptieren – statt sinnlos zu randalieren oder gar sinnvoll zu rebellieren!

Und damit die Prolls das auch verstehen, rufen die Liberalen in Person ihres Berliner Fraktionsvizes Jotzo nach dem Staat: Ein Angriff auf das Eigentum von FDP-Wählern ist für sie völlig inakzetabel. Sind ja schließlich keine Arbeiter, die erst gefeuert, dann finanziell abgemagert werden, bevor sie ihren Hartz-IV-Antrag stellen dürfen. Sondern reiche Erben und Aktienbesitzer und weiß der Geier was. Jedenfalls keine Sozialschmarotzer, gell?

»Wirksame Konzepte« müssten her, so die kryptische FDP-Forderung. Ich empfehle Herrn Jotzo die Lektüre von Gleichheit ist Glück. Warum gerechte Gesellschaften besser für alle sind von Wilkinson/Pickett. Nach der Wahl zum neuen Berliner Abgeordnetenhaus werden die Damen und Herren Liberalen ja wohl viel Zeit  zum Lesen haben.